Kirchenbauverein

In der Mitgliederversammlung des Kirchenbauvereins Mariae Himmelfahrt e.V. am 12. März 2015 wurde die geänderte Satzung von den anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen. Damit verbunden war der Rücktritt des bisherigen Vorstandes.

Die anschließende Neuwahl gemäß der aktualisierten Satzung hatte folgendes Ergebnis:

  • Dr. Grellner, Wolfgang | 1. Vorsitzender
  • Riedle, Heinrich | 2. Vorsitzender
  • Mendler, Heinrich | Kassier
  • Mangold, Maria | Schriftführerin
  • Gajewski, Aleksander | Pfarrer

Ansprechpartner für den Kirchenbauverein

Dr. Grellner, Wolfgang
Telefon: (0831) 6 68 98

 

Vorgeschichte unseres Kirchenbauvereins

Im Jahr 1847 kaufte Honegger die Papiermühlen in Kottern und begann 1850 mit dem Bau der Fabrik, einer mechanischen Spinnerei und Weberei, die bald über 700 Menschen beschäftigte. Auch der zweite größere Industriebetrieb am Ort entstand etwa zur gleichen Zeit. 1864 erwarben die Gebrüder Denzler die Illerstaustufe unterhalb des Drahtzuges und bauten eine Baumwollzwirnerei. Das bedeutete nicht nur Arbeit für viele Menschen aus der Gemeinde, sondem es setzte ein erheblicher Zustrom ein. So entwickelten sich die Weiler Kottern, Neudorf und auch Schelldorf in raschem Tempo zu ansehnlichen Industriedörfern und hatten um 1900 zusammen rund 2700 Einwohner (um 1820 waren es erst um die 100 Einwohner).

Am 22. August 1897 trafen sich 80 Einwohner von Kottern, Neudorf und Schelldorf auf Einladung von Herrn Pfarrer Rottach, Lenzfried und Herrn Bürgermeister Kiechle zur Beratung über die Gründung eines Kirchenbauvereins "am hiesigen Platze". Bei dieser Versammlung trugen sich gleich die ersten Mitglieder in eine Vereinsliste ein. Bereits am 19. September 1897 fand eine zweite Versammlung statt, auf deren Tagesordnung die "Statutenberatung und Ausschußwahl" stand. Zweck des Vereins war die Beschaffung der Gelder für den Bau einer Kirche und eines Pfarrhofes im südlichen Gemeindeteil. Kottern, Neudorf und Schelldorf gehörten nämlich zur Pfarrei Lenzfried. Der Weg zur Kirche nach Lenzfried war zur damaligen Zeit nicht nur weit, sondern oft auch recht beschwerlich, besonders für ältere Menschen. Zudem hatte die Einwohnerzahl gerade von Kottern und Neudorf in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts stark zugenommen. Grund war die Industrialisierung.

 

Die Geschichte

Erst 24 Jahre nach Gründung des Kirchenbauvereins konnte mit dem Bau der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt begonnen werden. Am 12. November 1922 wurde die Kirche geweiht. Knapp fünf Jahre später war auch der Pfarrhof fertiggestellt. Beide Gebäude wären ohne die Mitfinanzierung durch den Kirchenbauverein damals wohl noch nicht möglich gewesen. Im Jahr 1955 wurde dann der 52 Meter hohe Kirchturm gebaut und schon ein Jahr später wurden die sieben Bronzeglocken geweiht.

Das nächste große Vorhaben war dann der Bau des Pfarr- und Jugendheimes in den Jahren 1980/81. Danach folgten die Betonsanierung am Kirchturm, die Außenrenovierung der Pfarrkirche mit einer völlig neuen Dacheindeckung und schließlich die umfangreiche Innenrenovierung. Die grundlegenden Renovierung des denkmalgeschützten Pfarrhofes, die trotz der Mitfinanzierung durch die Diözese Augsburg wieder erhebliche eigene Mittel erforderte, ist erfolgreich abgeschlossen.

Als nächste große Aufgabe stand der Einbau der neuen Orgel im Chorraum unserer Kirche an. Damit wurde die bisherige elektronische Orgel abgelöst, die vor Jahren die defekte Originalorgel ersetzt hatte. Der Kirchenbauverein finanzierte den größten Teil der neuen Orgel, die am 1. November 2014 durch Bischof Konrad geweiht wurde.

Somit ist der Kirchenbauverein von auch heute noch ein ganz wichtiger Teil der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt.

Vorstand 1921/1922

  • Expositus Gebhard, Johann | 1. Vorsitzender
  • Altbürgermeister Riedle, Franz Xaver | 2. Vorsitzender
  • Hauptlehrer Egner, Ignaz | Schriftführer
  • Kaufmann Metz, Max | Kassier
  • Haslach, Johann
  • Kathrein, Fridolin
  • Rick, Alfons
  • Schmid, Lorenz
  • Schwendinger, Bernhard
  • Spann, Ludwig